Der Große und Heilige Freitag

Wir verehren Deine Leiden, o Christus; zeige uns auch Deine glorreiche Auferstehung!
Wir verehren Deine Leiden, o Christus; zeige uns auch Deine glorreiche Auferstehung!

 

Nach der orthodoxen Tradition beginnt bereits am Abend des Großen und heiligen Freitags die heiligen Gottesdienste, die der Passion des Herrn gedenken. Dieser Leidenweg des Herrn beginnt nach dem Zeugnis der Heiligen Schriften mit Seinem Gebet am Ölberg. Der Herr erfährt dann den Verrat Seines Jüngers Judas Iskarioth; Er wird in der Nacht aus dem Garten Gesemane zum Verhör in den Palast des jüdischen Hohenpriesters gezerrt. Von dort wird Er vor den römischen StatthalterPontius Pilatus zur Verurteilung gebracht. Der Herr erleitete die brutale Geißelung im römischen Prätorium, Er durchschreitet den Kreuzweg nach Golgotha durch die Gassen der Stadt Jerusalems. Auf dem Felsen Golgotha vor den Toren der Stadt wird der Herr gekreuzigt und erleidet dem Tod am Kreuz um die neunte Stunde.

 

Der hohe und heilige Freitag ist ohne Frage der heiligste und verehrungswürdigste Tag in der Großen und Heiligen Woche. Er führt uns vom Morgengottesdienst mit der Lesung der 12 Leidensevangelien hin unter das Kreuz der Herrn auf Golgotha, an dem unser Herr und Erlöser Jesus Christus gelitten hat, um uns von der Verstickung in Sünden und Schuld zu erlösen. Kern dieses Morgengottesdienstes bilden die "Akoluthia der Heiligen und Erlösenden Leiden unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus", deren Kern die Lesung der 12 Leidensevanglien mit den dazwischen geschalteten Gesangsantiphonen bildet. Diese Akoluthia haben ein sehr ehrwürdiges Alter. Sie reichen bis zu den altkirchlichen Stationsgottesdiensten an den verschiedenen Stationen der Passion des Erlösers in Jerusalem zurück, die uns bereits die gallisch-römische Pilgerin Aetheria in ihrem Pilgerbericht aus dem späten 4. Jahrhundert schildert.

 

Das ersten Evangelienlesungen tragen uns die Abschiedsreden unseres Herrn vor. Sie berichten uns  von der Gefangennahme Jesu Christi, die Verhöre durch den Hohepriester, seine Vorführung vor dem römischen Statthalter Pilatus, Seine Geißelung, Seine Verurteilung zu Tode, die Kreuzigung, Seinen Tod und Sein Begräbnis. Jedes Evangelium wird umrahmt von jeweils besondern Gesängen, den Aniphona und Kathismata.

 

Nach dem fünften Evangelium zieht der Priester mit dem Kreuz Christi, das er auf seinen Schultern trägt, unter Begleitung von Kerzenträgern aus dem Altarraum in die Kirche ein und singt dabei:


"Heute hängt am Kreuze, der die Erde auf Wassern schweben lässt. Mit einem Kranz aus Dornen wird umwunden der König der Engel. Zum Spott wird mit einem Purpur umhüllt, der dem Himmel umhüllt mit Wolken. Schläge erhält, der im Jordan Adam befreite. Mit Nägeln ward angeheftet der Bräutigam der Kirche. Mit einer Lanze wird durchbohrt der Sohn der Jungfrau. Wir verehren, Christus, Deine Leiden! Wir verehren, Christus, Deine Leiden! Wir verehren, Christus, Deine Leiden! Zeige uns Deine glorreiche Auferstehung!"

 

Nach dem sechsten Evangelium von der Kreuzigung singt der Chor die acht Seligpreisungen und fügt an jeden Vers Hymnenstrophen an, die den Gläubigen die Bedeutung des Sterbens Jesu aufzeigen: der Paradiesbaum, durch den Adam starb, findet sein Gegenstück im Kreuzesbaum, durch den der Schächer ins Paradies einziehen durfte. Die durchbohrte Seite wird zum Lebensborn für alle Völker, die an den HERRN glauben. Unsere Schuldschrift wird zerrissen und der für tot Gehaltene hat den Tod gefesselt. Den Gläubigen erfahren, dass der Erlöser für sie gelitten hat, um allen das Heil zu geben.

 

Nach dem siebten Evangelium wird der Psalm 50 gelesen, der heute zum besonderen Bekenntnis wird.

 

Die Stichiren nach den weiteren Evangelien stellen nochmals das Geschehene, die Einzelheiten der Leiden Christi, eindringlich dar.

 

Nach dem achten Evangelium und Gesängen des Chores beweihräuchert der Priester nach seinem Ruf: „Die Gottesgebärerin und der Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hyymnen“ die hl. Ikonen, den Altar, die gesamte Kirche und die Gläubigen. Der Chor singt das Magnificat, das mehrmals durch das Kondak: "Die Du geehrter bist als die Cherubim..." unterbrochen wird.

 

Nach den Stichiren nach dem zehnten Evangelium wird die Große Doxologie gesungen.

 

Die letzten zwei Evangelien berichten von der Kreuzabnahme und der Grablegung unseres Herrn.

 

Das letzte Troparion formuliert das alles Gehörte schon als Frohbotschaft: „ Du hast uns losgrkauft vom Fluch des Gesetzes durch dein kostbares Blut. Am Kreuz genagelt, von der Lanze durchbohrt, liessest du den Menschen die Unsterblichkeit quellen. Unser Erlöser, Ehre sei Dir!“

 

Mit dem Segen des Priesters endet dieser Gottesdienst und alle Gläubigen verehren das lebenspendende Kreuz des Herrn.

 

Während der Morgengottesdiemnst (Utrenja) des Großen und Heiligen Freitag schon am Abend des Großen und Heiligen Donnerstag gelesen wird, werdemn dann am Morgen des Großen und Heiligen Freitags die "Kaiserlichen Stunden" gelesen. Diese feierliche Form der stundenlesung kenn ebenfalls der Vortag des Weihnachtsfestes und der Vortag der Theophanie.

 

Die Kaiserlichen Stunden enthalten Lesungen aus den messianischen Psalmen, den Propheten, den Apostelbriefen und den Evangelien. Die Evangeliumslesungen sind aus den Evangelienbüchern aller vier Evangelisten entnommen und beziehen sich alle auf das Leiden unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.

 

Durch Lesungen und Hymnen wird in den Gottesdienstes dieses hochheiligen Tages das ganze Erlösungswerk des Herrn für uns liturgisch vergegenwärtigt. Wir Christen treten ein in die heilige liturgische Schau des Leidens und Sterbens Christi. Wir werden dadurch geistlich mit hineingenommen in das Geschehen dieses Tages vor 2000 Jahren in Jerusalem.

 

In der Vesper, die sofort nach den ‚Großen Stunden’, etwa zur Mittagszeit, gesungen wird, nehmen wir liturgisch Teil an der Abnahme des Leibes des Herrn vom Kreuz durch den Hl. Josef von Arimathea. 

 

Nach griechischem Brauch findet bis heute in diesem Gottesdienst die Feier der Kreuzabnahme kurz vor dem Ende der Evangeliumslesung statt. Während der Lesung aus Matthäus 27:57-62 tritt der Priester aus dem Altarraum in die Mitte der Kirche heraus. Nach einer dreimaligen Proskynese (Metanie) nimmt er die Ikone des gekreuzigten Christus vom Kreuzesholz herab, umhüllt sie mit einem weißen Tuch und trägt sie andächtig in den Altarraum. Bis zum Pfingstfest wird die Ikone dann hinter dem Altar aufbewahrt.

 

Am Schluss der Vecernja (nach den Aposticha) wird dann das Grabtuch Christi aus dem Altarrraum herausgetragen und nach einer Prozession um die ganze Kirche in der Mitte des Gotteshauses  in einem symbolischen Grab niedergelegt.  Währenddessen singt der Chor das Grablegungstropar: "Der ehrwürdige Joseph nahm Deinen allerreinsten Leib vom Holze des Kreuzes herab, hüllte ihn in eine unbefleckte Leinwand und bestattete ihn, mit wohlriechenden Spezereien bedeckt, in einem neuen Grab".

 

Das Grabtuch Christi (griechisch: Epitaphios (Ἐπιτάφιος) slawisch: Plaschanitza (Плащаница)) zeigt den toten Leib des Herrn bei Seiner Grablegung durch die allheilige Gottesgebärerin, den hl. Joseph von Arimathea sowie die heiligen Apostel. Das Grabtuch, bleibt als Zeichen der Grabensruhe des Herrn in der Mitte der Kirche bis zum Beginn der Auferstehungsfeier in der Osternacht . Im Povecerje (Complet) singt die Gemeinde dann mit dem Priester den Kanon der Beweinung der Allheiligen Gottesgebärerin um den entschlafenen Herrn.

 

 

Die Troparia der Kaiserlichen Stunden

 

Troparion der ersten Stunde

 

(1. Ton) Als Du gekreuzigt wurdest, Christus, wurde hinweggenommen die Tyrannei, zertreten die Macht des Feindes. Denn nicht ein Engel, auch nicht ein Mensch, sondern der Herr selbst hat uns errettet. Ehre sei Dir.

 

Troparion der dritten Stunde

 

(6. Ton) Herr, die Juden verurteilten Dich, das Leben aller, zum Tode. Jene, die das rote Meer mithilfe des Stabes durchquerten, sie hängten Dich an Kreuz, jene, die Du mit Honig aus den Steinen gestillt hast, sie brachten Dir Galle. Doch aus freiem Willen hast Du es ertragen, um uns zu befreien aus der Knechtschaft des Feindes. Christus, unser Gott, Ehre sei Dir.

 

Troparion der sechsten Stunde

 

(2. Ton) Erlösung hast Du inmitten der Erde gewirkt, Christus, unser Gott, als Du auf dem Kreuz Deine makellosen Hände ausgestreckt hast und alle Völker zusammenführtest, rufend: Herr, Ehre sei Dir.

 

Troparion der neunten Stunde

 

(8. Ton) Als der Räuber den Urheber des Lebens auf dem Kreuz hängen sah, sprach er: Wenn Gott nicht fleischgeworden wäre, der mit uns gekreuzigt wurde, dann hätte die Sonne ihre Strahlen nicht verborgen, auch die Erde wäre nicht erschüttert. Du aber, der Du alles ertragen hast, gedenke meiner in Deinem Reiche.

 

Die 12 Evangeliumslesungen in der Utrenja des Hohen und Heiligen Freitag

 

1) Johannes 13:31-18:1                         7) Matthäus 27:33-54

2) Johannes 18:1-28                              8) Lukas 23:32-49

3) Matthäus 26:57-75                            9)  Johannes 19:25-37

4) Johannes 18:28-19:16                       10) Markus 15:43-47

5) Matthäus 27:3-22                              11) Johannes 19:38-42

6) Markus 15:16-32                                12) Matthäus 27:62-66

 

 

Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus:

 

Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück und sprach: Ich habe gesündigt, unschuldiges Blut habe ich verraten. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging davon und erhängte sich. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Tempelschatz legen; denn es ist Blutgeld. Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für die Fremden. Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis, der geschätzt worden war – den hatten einige von den Israeliten geschätzt, und gaben sie für den Töpferacker, wie mir der Herr befohlen hat.« Jesus aber wurde vor den Statthalter gebracht; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es. Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen? Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.

Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas. Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten. Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen. Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten. Da antwortete nun der Statthalter und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas! Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich dann machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen! Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen; seht ihr zu! Da antwortete alles Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde. Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: "Gegrüßet seist du, der Juden König!", und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit auf sein Haupt.

Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte, gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken. Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum. Und sie saßen da und bewachten ihn. Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König. Da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz! Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der König von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben. Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren. Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia. Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.

 

Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!

 

Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient; unter ihnen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus. Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm den geben. Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber.

Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferweckt. Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste. 65 Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt. Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.