Heilige und Feste im Monat April

 

Die Heiligen Märtyrer Rafael, Nikolaus und Irene von Lesbos

 

Οι Άγιοι Ραφαήλ, Νικόλαος και Ειρήνη της Λέσβου της Λέσβου

 

Dienstag der Lichten Woche

 

Rafael (Raphail) wurde um 1405 auf der Insel Ithaka geboren. Als sechzehnjähriger ging er nach Athen und wurde Mönch. Nachdem er zum Priester geweiht worden war, studierte er in Morlais (Frankreich) Theologie. Hier lernte er den griechischen Studenten Nikolaus (Nikolaos) aus Saloniki kennen, den er überzeugen konnte, Mönch zu werden. Raffael und Nikolaus gingen dann nach Athen, wo Rafael als Priester an der Demetrioskirche wirkte. Eine Reise nach Konstantinopel mussten sie abbrechen, da die Stadt von den Türken erobert worden war. Sie gelangten auf ihrer Flucht vor den Türken nach Lesbos, das unter der Herrschaft Genuas stand. Sie zogen hier in ein Kloster, in dem noch ein Mönch namens Rouvain lebte. Sie wurden von den Türken, die Lesbos dann auch besetzten, zunächst neun Jahre unbehelligt gelassen. Kurz nach dem Tod Rouvains versteckten sich Rebellen gegen die türkische Herrschaft im Kloster. Die Türken nahmen alle gefangen und töteten am 8. oder 9. April 1463 die elfjährige Tochter des Rebellenführers Irene (Irini), die sich zum Christentum bekannte, indem sie sie in einen großen Tonkrug steckten und mit kochendem Wasser übergossen. Nikolaus starb angesichts dieses grausamen Todes an einem Herzschlag und Raffael wurde hingerichtet. Die Gräber der drei Märtyrer wurden erst 1959 wieder entdeckt. An den Gräbern ereigneten sich zahlreiche Wunderheilungen, so dass 1963 hier eine Kirche errichtet wurde.

 

Literaturhinweis:

 

Das Leben aus den Gräbern Gebundene Ausgabe – 2000

von Metropolit Dimitrios (Autor)

Verlag: Serbisch Orthodoxe Diozöse (2000)

ASIN: B002922YXI

 

 

 

Reliquien der heiligen Neomärtyrerin Irene auf Lesbos.
Reliquien der heiligen Neomärtyrerin Irene auf Lesbos.
Reliquien des heiligen Neomärtyrers Rafail auf Lesbos.
Reliquien des heiligen Neomärtyrers Rafail auf Lesbos.

 

Gedächtnis der wundertätigen Ikone der Allerheiligen Gottesgebärerin „Die Nieverwelkende Blüte”

 

3. April

 

Dieser Ikonentypus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Erste Ikone dieses Typus wurde auf dem Heiligen Berg Athos geschrieben. Auf der Ikone hält der Allerheiligste Gottesgebärerin ihren Göttlichen Sohn mit der einen Hand und in ihrer anderen Hand hält sie eine weiße Lilie. Diese Blume kennzeichnet symbolisch die Immerjungfräulichkeit und vollkommene Reinheit der Allheiligen Gottesgebärerin. Auch greift die Liliendarstellung einen Vers aus dem Hymnos Akathistos auf: "Du bist die Wurzel der Jungfräulichkeit und die nie verblassende Lilie der Reinheit." Wundertätige Kopien dieser heiligen Ikone befinden sich in Moskau, Woronesch und verschiedenen anderen Orten der russischen Kirche.

 

Troparion im 5. Ton: Freue Dich, o Braut Gottes, geheimnisvoller Stab, nieverwelkende Blüte, jauchze Herrin, durch die wir mit Freude erfüllt werden und das Leben erben.

 

 

Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Kallinikos von Cernica, Bischof von Rîmnicu und Wundertäter

 

11. April

 

Nikolaj Mitra

Geboren am 7. Oktober 1787 in Bukarest, trat der junge Konstantin im Alter von 20 Jahren ins Kloster Cernica ein, nachdem er die griechisch-rumänische Schule in Bukarest besucht hatte. Hier empfing bei seiner Mönchsweihe den Namen Kallinikos. Im Jahr 1808 wurde er zum Mönchsdiakon und im Jahr 1813 zum Mönchspriester geweiht. Nach einer Pilgerfahrt zum Berg Athos wurde er von der Gemeinschaft zum Abt gewählt, als er erst 30 Jahre alt war. Kallinikos führte ein sehr strenges asketisches Leben: er fastete viel, er schlief nie auf dem Bett, sondern auf einem Stuhl, um noch eine mühevollere Aufgabe auf sich zu nehmen. Er hatte die Gabe der Hellsichtigkeit und vollbrachte viele Wundertaten. Im Jahr 1850 wurde er zum Bischof von Ramnic geweiht. Als Bischof hat er eine reiche Aktivität im pastoral-seelsorgischen als auch im kulturell-sozialen Bereich entfaltet. Fürst Alexandru Ioan Cuza sagte über ihn: „Der Bischof von Ramnic, Kallinikos, ist der wahre und heilige Mönch von Gott und es gibt keinen wie er in der ganzen Welt”. Nach 17-jährigen bischöflichen Dienst kehrte er ins Kloster zurück, wo er bis zu seinem seligen Entschlafen als einfacher Mönch lebte. Er entschlief am 11. April 1868 zum Herrn. Im Jahr 1955 wurde er vom hl. Synod der rumänisch-orthodoxen Kirche verherrlicht. Seine Reliquien können im Kloster Cernica verehrt werden.

Troparion im 1. Ton: O Gottesträger, unser Vater Kallinikos, du Lehrer der Mönche, Zierde des Wortes und Ruhm der Bischöfe, du Helfer der Bedürftigen und Wundertäter, du hast dich gezeigt als Vorbild der Heiligkeit, und jetzt freust du dich mit den Engeln im Himmel; bete zum barmherzigen Gott uns Frieden zu gewähren und das große Erbarmen.

 

Gedächtnis des heiligen Neo-Hieromärtyrers Platon, des Bischofs von Banja Luka und seines Gefährten des Neo-Märtyrers Priester Dušan

 

22.April

 

Der hl. Neo-Märtyrer Platon (Milivoje Jovanović) wurde im Jahre 1874 als Sohn des Offiziers der serbischen Armee Ilija Jovanović und seiner Frau Jelka (geborene Sokolović). Seine Eltern stammten ursprünglich aus der Herzegowina. In den Jahren von 1896 bis 1901 studierte Milivoje an der geistlichen Akademie in Moskau. In der Zeit von 1932 bis 1938 war er Redakteur des Kirchenblattes des serbischen Patriarchats (Glasnika Srpske Patrijaršije) und in den Jahren von 1934 bis 1936 leitete er als Abt das Kloster Krušedol in der Fruška Gora bei Novi Sad. Im Jahre 1939 wurde er dann zum Bischof Moraviens gewählt. Bevor er orthodoxer Bischof in Banja Luka wurde war er für ein Jahr Bischof von Ohrid und Bitola in Mazedonien gewesen. Am 1. Oktober 1940 wurde er als orthodoxer Bischof in der Kathedrale Banja Luka inthronisiert. Am 27. April 1941 bekam er von der faschistischen Ustascha-Regierung unter dem Vorwand, er wäre in Belgrad geboren, den Ausweisungsbefehl nach Serbien. Bischof Platon antwortete in einem offenen Brief, dass er rechtmäßig zum Bischof von Banja Luka gewählt worden ist und dass er bei seiner Inthronisation geschworen habe, egal unter welchen Umständen, seien sie für ihn persönlich noch so schwer, die orthodoxe Kirche und das ihm anvertraute Volk Gottes kirchlich zu vertreten.

 

 

Der lokale Ustaschaführer Gutić erließ daraufhin den Befehl zur Ermordung von Bischof Platon. Der serbische orthodoxe Bischof ersuchte daraufhin die Hilfe des römisch-katholischen Bischofs Josip Garić. Er bat den katholischen Bischof seinen Einfluss geltend zu machen. Dieser versprach ihm auch Beistand und erklärte ihm, dass er sich keine Sorgen machen sollte. Am folgenden Morgen verschleppten ihn zusammen mit dem Kathedralpriester Vater Dušan (Subotić ) sechs Attentäter der Ustascha. Die beiden erlitten zusammen das Martyrium. Etwa 10 km von Banja Luka entfernt am Fluss Vrbanja gaben sie ihr Leben um Christi und Seiner Kirche willen hin. Die Leiber der beiden wurden nach der Blutttat in den Fluss geworfen. Der Leib des hl. Bischofs wurde im Mai 1941 auf dem Militärfriedhof von Banja Luka ohne irgendeinen Hinweis auf seine Identität beerdigt. Am 1. Juli 1973 wurden die Reliquien des hl. Neo-Märtyrers Bischof Platon erhoben und in die Kathedrale der Allheiligen Dreieinheit in Banja Luka überführt. Er von der orthodoxen Kirche am 21. Mai 2000 heiliggesprochen.

 

Troparion im 8. Ton: Am Kelch Christi Mitteilnehmer und Miterbe der Apostel, Märtyrerbischof Platon, Oberhirte von Banja Luka. Der Fluss Vrbas wurde zum Fluss des ewigen Lebens, welches du jetzt erbst mit deiner Gemeinde, die wegen des wahren Glaubens mit dir litt. Und jetzt, Heiliger, mit den Neumärtyrern erflehe bei Christus Gott und Heiland aller: dass Er unser orthodoxes Geschlecht errette.

 

Zusammengestellt von Diakon Thomas Zmija

 

Die Ikone der allheiligen Gottesgebärerin

und Immerjungfrau Maria von der Passion

 

30. April

 

Die Verehrung der allheiligen Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria verbindet bis heute orthodoxe, altorientalische katholische, sowie den katholisch orientierten Teil der anglikanischen Christen. Diese Verehrung beruht auf dem eindeutigen Zeugnis der Heiligen Schrift. "Siehe von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter" (Lukas 1:48). Dieser Satz  des Evangeliums bezeugt uns die biblische Grundlage der Verehrung der Gottesmutter. Die Jungfrau Maria kündet es selbst an, dass alle künftigen Generationen der Glaubenden sie seligpreisen werden für das Große, das Gott an ihr durch die Fleischwerdung Seines Eingeborenen Sohnes getan hat.

 

"Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" (Lukask1: 42-43), so lobpreist die heilige Elisabeth, die Mutter des heiligen Vorläufers und Täufers Johannes, die Allheilige. Mit den Worten "die Mutter meines Herrn" wird die Rolle der Jungfrau Maria im Heilswerk Gottes klar benannt: Sie ist die Mutter des Herrn, die allheilige Gottesgebärerin, die Mutter Gottes. Zum Glauben an die Inkarnation des Eingeborenen Sohnes Gottes Jesus Christus aus der allheiligen Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria, das die Heiligen Väter auf dem Dritten Ökumenischen Konzils in Ephesos als rechtgläubig bekannten und mit dem Titel der Θεοτόκος (= Theotokos, Gottesgebärerin) theologisch zum Ausdruck brachten bekennen wir uns unerschütterlich als orthodoxe Christen.

 

Im 16. Jahrhundert wurde im westlichen Teil der Christenheit durch die Protestanten dann die Verehrung der Gottesmutter als Fürsprecherin und Vermittlerin der Gläubigen verworfen. Nach der Ansicht Luthers solle man Maria zwar loben, ehren und lieben, soviel man wolle, aber mit der Vermittlung des Heils habe sie angeblich nichts zu tun. So hielt der ehemalige Augustinermönch auch Predigten über Maria und schätzte in seinen Auslegungen - etwa des Magnificats - Maria als ein Vorbild im Glauben und als Beispiel menschlicher Demut und Reinheit. Damit jedoch haben die Reformatoren und alle Christen, die deren Theologie und Frömmigkeitspraxis gefolgt sind, das gemeinsame altkirchliche Glaubensfundament hinter sich gelassen. Als orthodoxe Christen bekennen und lobpreisen wir die Allheilige Immerjungfrau Maria als die Gottesgebärerin, die erwürdiger als die Cherubim und und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim ist, wie wir im Hymnus "Axion Estin", dem "Wahrhaft Würdig" (griechisch: Άξιον εστίν, slawisch: Достóйно éсть) in jeder Feier der Göttlichen Liturgie singen. Hierin sind wir uns auch mit unseren altorientalischen, katholischen und dem katholisch glaubenden Teil unserer anglikanischen Brüder und Schwester einig.

 

Dies zeigt sich in besonders schöner Weise in der gemeinsamen Verehrung der Heiligen Ikone der Gottesmutter von der Passion, die wir auf griechisch die Εικόνα της Παναγίας του Πάθους ή Αμόλυντος und auf russisch die икона Богородица Страстная, in der abendländischen Tradition aber die Ikone der Mutter Gottes von der immerwährenden Hilfe nennen. Bei dieser Ikone handelt es sich um ein Bild der allheiligen Jungfrau das der heilige Evangelist und Apostel Lukas im Typ der  Hodigitria (Οδηγήτρια) geschrieben hat. Sie zeigt uns die allheilige Gottesgebärerin als unsere himmlische Heerführerin im geistlichen Kampf und als unsere Wegführerin auf dem Weg zum Himmelreich. Auf der Ikone wird der Christusknabe von der linken Hand der Gottesmutter gehalten und greift mit beiden Händen nach ihrer Rechten. Sein Kopf ist jedoch umgewandt, denn Sein Blick geht bereits zum Kreuz hinüber, das der Erzengel Gabriel trägt. Durch eine Bewegung hat sich von dem einen Fuß die Sandale gelöst, die bald zu Boden fallen wird. Der blanke Fuß ist ein Symbol für Christus den Menschensohn, der dem Willen des Vaters bis zum Äußersten Gehorsam war (vgl.: Markus 9:12). Das Besondere an dieser Darstellung der Hodigitria-Ikone ist, dass zu beiden Seiten der Gottesmutter-Darstellung mit dem göttlichen Kind zwei Engel zu sehen sind, die in verhüllten Händen die Leidenswerkzeuge Christi, das Kreuz und die Nägel auf der einen Seite und auf der anderen Seite den Speer und den Schwamm tragen. Sie sind durch griechische Buchstaben als die heiligen Erzengel Michael (Ο Άγιος (Αρχάγγελος) Μιχαήλ) und Gabriel (Ο Άγιος (Αρχάγγελος) Γαβριήλ) gekennzeichnet. Die Gottesmutter trägt ein rotes Unter- und ein dunkelblaues Obergewand. Die griechischen Abkürzungen ΜΡ ΘΥ auf beiden Seiten kennzeichnen sie als die Mutter Gottes (Η Μητέρα του Θεού). Auf dem linken Arm trägt sie das in Grün und Gold gekleidete Christuskind. Das Haupt des Göttlichen Kindes ist von einem Kreuznimbus umgeben, daneben steht ΙϹ XϹ, was abgekürzt Jesus Christus(Ιησούς Χριστός) bedeutet.

 

 

Seit dem 12. Jahrhundert verbreitete sich die Darstellung der Ikone der allheiligen Gottesmutter von der Passion in der gesamten orthodoxen Welt und seit dem 15. Jahrhundert wurde das Thema von den Ikonenmalern immer öfter dargestellt. Die von heiligen Apostel und Evangelisten Lukas geschriebene Ikone der Παναγία τοῦ Πάθους wurde in einer Seitenkapelle (Parekklesion) der Kirche der Theotókos Pammakarístos in Konstantinopel aufbewahrt. Diese Kirche wurde in ihrer heutigen Form im Jahre 1292 von Johannes II. Komnenos, einem Mitglied der kaiserlichen Familie, und seiner Frau Anna Doukaina errichtet. Viele Historiker und Archäologen meinen jedoch, dass die ursprüngliche Kirche deutlich älter gewesen ist und vertreten die Auffassung, dass das ursprüngliche Gebäude bereits im 8. Jahrhundert errichtet worden war. Die Kirche wurde im Jahre 1315 durch den General und Protostrator des Kaisers Andronikos II. Palaiologos, Michael Tarchaniotes Glabas und seiner Frau Martha Glabas grundlegend erneuert. Martha Glabas stiftete auch das reich mit Mosaiken und Fresken ausgestaltete Parekklesion, das an der Südseite der Kirche angefügt wurde. Hier fand auch die wundertätige Ikone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion ihren Platz. Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahre 1453 wurde zuerst die Apostelkirche und ab 1456 die Pammakaristos-Kirche Sitz des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Dort verblieb der Thron des heiligen Apostels Andreas dann bis zum Jahre 1587. Danach wurde ab 1600 die Georgskathedrale in Stadttteil Phanar Sitz des Ökumenischen Patriarchen. Fünf Jahre später wandelte der osmanische Sultan Murad III. die Kirche in eine Moschee um und benannte sie zu Ehren der Eroberung (türkisch Fetih) von Georgien und Aserbaidschan in Fethiye Camii (= Eroberungs- oder Sieges-Moschee) um. In dieser Zeit verliert sich dann auch die Spur der Gottesmutter-Ikone von der Passion.

 

Jedoch hatten sich schon seit dem 12.Jahrhundert viele Kopien dieser Gottesmutter-Ikone in der gesamten orthodoxen Welt verbreitet, von denen verschiedene Kopien ebenfalls wundertätig waren. Eine davon gelangte später in den katholischen Westen und wurde unter den abendländischen Christen unter dem Namen „Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe“ sehr bekannt.

 

Byzantinische Fresco-Ikone der Gottesmutter von der Passion, 13. Jahrhundert.
Byzantinische Fresco-Ikone der Gottesmutter von der Passion, 13. Jahrhundert.
Byzantinische Ikone der Gottesmutter von der Passion, griechisch, 15. Jahrhundert.
Byzantinische Ikone der Gottesmutter von der Passion, griechisch, 15. Jahrhundert.
Ikone der Gottesmutter von der Passion, 16 - 17. Jahrhundert.
Ikone der Gottesmutter von der Passion, 16 - 17. Jahrhundert.

 

Diese heute in Rom aufbewahrte Ikone der "Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe" stammte ursprünglich von der Insel Kreta, wo es sie seit dem 14. Jahrhundert besonders verehrt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde diese wundertätige Ikone von einem italienischen Kaufmann aus einer orthodoxen Kirche der Insel entwendet und nach Rom gebracht. Von dort aus verbreitete sich die Verehrung der Ikone „Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“ in der gesamten katholischen Welt. Besonders die Gläubigen auf Haiti haben sich dem Schutz dieser Ikone (französisch: Notre-Dame du Perpétuel Secours) anvertraut. Denn im Winter 1881/1882 wüteten auf der Karibikinsel die Pocken. Der Erzbischof von Port-au-Prince, Monsigneur Alexis-Jean-Marie Guilloux, und der Pfarrer an der dortigen Kathedrale, Pere François-Marie Kersuzan, stellten am 05. Februar 1882 diese Ikone der allheiligen Gottesgebärerin in der Kathedrale auf. Die Zahl der Todesfälle sank daraufhin binnen kurzem und die Gläubigen begannen das wundertätige Bild zum Gebet aufzusuchen. Kopien und Drucke der wundertätigen Ikone finden sich heute in zahlreichen Kirchen der Insel. Ihr Fest ist ein großer Festtag für die Gläubigen geblieben und wird am 27. Juni gefeiert. Nach Deutschland kam die Verehrung der Ikone durch den Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler, der eine Kopie aus Rom mitbrachte und an seinem Grab aufstellen ließ.

 

Eine der Kopien der römischen Ikone allheiligen Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe, die sich seit dem 18.Jahrhundert in vielen katholischen Kirchen befinden. Die Katholiken begehen den Festtag der Ikone am 27.  Juni.
Eine der Kopien der römischen Ikone allheiligen Gottesmutter von der immerwährenden Hilfe, die sich seit dem 18.Jahrhundert in vielen katholischen Kirchen befinden. Die Katholiken begehen den Festtag der Ikone am 27. Juni.
Die wundertätige Ikone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion aus Moskau - Страстна́я икона Божией Матери.
Die wundertätige Ikone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion aus Moskau - Страстна́я икона Божией Матери.
kone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion - Страстна́я икона Божией Матери - Russland, 18. Jahrhundert.
kone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion - Страстна́я икона Божией Матери - Russland, 18. Jahrhundert.
Ikone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion - Страстна́я икона Божией Матери - Russland, 19. Jahrhundert.
Ikone der allheiligen Gottesgebärerin von der Passion - Страстна́я икона Божией Матери - Russland, 19. Jahrhundert.
Variante der Ikone der Gottesmutter von der Passion -  Παναγία Βρεφοκρατούσα.
Variante der Ikone der Gottesmutter von der Passion - Παναγία Βρεφοκρατούσα.
Variante der Ikone der Gottesmutter von der Passion - Παναγία Γλυκοφιλούσα.
Variante der Ikone der Gottesmutter von der Passion - Παναγία Γλυκοφιλούσα.

 

Fest des heiligen Apostels Jakobus Zebedäus, Bruder des heiligen Johannes des Theologen

 

30. April

 

Der Heilige Jakobus, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war der ältere Bruder des Apostels Johannes. In den Evangelien fallen die beiden Zebedäussöhne wiederholt auf. Wegen ihres ungestümen Temperaments (vgl. Lukas 9:52-54) hat Jesus sie „Donnersöhne“ genannt (Markus 3: 17). Jakobus war Zeuge der Verklärung Jesu Christi und auch Seines Gebets am Ölberg. Während die Gerschichte der Taten der hl. Apostel vom Wirken der heiligen Apostel Petrus und Johannes ausführlich berichtet, wird vom Apostel Jakobus nur seine Hinrichtung durch König Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahr 43  im Rahmen einer Verfolgung der Jerusalemetr Christen berichtet (Apostelgeschichte 12: 1 - 2). Der Grund dürfte in der apostolischen Tätigkeit des hl. Jakobus zu suchen sein.Der kirchlichen Überlieferung nach verkündete er vor seiner Hinrichtung das Evangelium in der Gegend um Samaria und Jerusalem. Die kirchliche Überlieferung berichtet uns, dass der hl. Apostel Jakobus auf seinem Weg zum Hinrichtungsplatz einen Gelähmten traf und ihn heilte. Daraufhin fiel einer seiner Henker, der Pharisäer Josias, vor ihm auf die Knie und bekannte sich zum Glauben an Jesus Christus. Deshalb wurde er zusammen mit dem hl. Jakobus hingerichtet. Vor seinem Märtyrertod bat der hl. Jakobus noch um Wasser um Josias zu taufen. Der hl. Apostel Jakobund erlitt als erster der Zwölf Apostel das Martyrium. Die Reliquien des Heiligen gelangten im Frümittelalter nach Santiago de Compostela ("St. Jakob im Sternenfeld"). Im 8. Jahrhundert wurden sie dort unter König Alfonso II. (reg. 791–842) aufgefunden. Da die Aufffindung der hl. Reliquien mit einem Sternenwunder in Zusammenhang wurde der Ort lateinisch "Sanctus Iacobus in campus stellae" („Sankt Jakob im Sternenfeld“) genannt. Daraus wurde im Volkslatein, aus dem sich dann die spanischen Dialekte entwickeltren, Santiago de Compostela. Der Ort war im Mittelalter einer der meistbesuchten Pilgerziele in Westeuropa. Außer Wandertouristen auf dem Jakobsweg besuchen auch heute noch vieler gläubige Christen diesen Wallfahrsort im äußersten Westen Europas.

 

Troparion im 3. Ton: Du warest auserwählter Apostel Christi und des geliebten Theologen leiblicher Bruder, allberühmter Jakobus; denen, die dir singen, erflehe Vergebung der Sünden und uns Allen große Gnade!

 

Der Überlieferung zufolge verkündete er zuvor das Evangelium in der Gegend um Samaria - dem heutigen Shomron / as-Samarah - und Jerusaleakobus wurde durch Herodes Agrippa I., dem im Jahr 41 von Rom eingesetzten König und damit drittem Nachfolger von Pontius Pilatus, hingerichtet.