Heilige und Feste im Dezember - Teil 2

 

Unser Vater unter den Heiligen Nikolaus, der Erzbischof von Myra in Lykien, der Wundertäter

 

06. Dezember

 

Thomas Zmija v. Gojan

 

Der heilige Nikolaus wurde um das Jahr 280 in Patara im kleinasiatischen Lykien geboren. Er wuchs in einer vermögenden, aber auch sehr frommen und wohltätigen Familie auf. Deshalb erhielt der heilige Nikolaus auch eine gute, umfassende Erziehung, wie es in den Familien der griechisch-römischen Oberschicht üblich war. Sein Vater hieß Euphemius und seine Mutter Anna. Nachdem beide Eltern während einer Pestepidemie verstorben waren, verteilte der heilige Nikolaus sein Erbe unter die Bedürftigen und trat in das nahe seiner Heimatstadt gelegenen Kloster von Sion ein. Sein Onkel Nikolaus (der Älter), Bischof von Myra, weihte ihn dann zum Priester.

 

Mit seinem ererbten Geld bewahrte der heilige Nikolaus auch drei junge Frauen aus seiner Heimatstadt Patara vor dem Schicksal, sich der Prostitution zuwenden zu müssen, indem er für eine ausreichende Mitgift der drei jungen Frauen sorgte, so dass sie heiraten konnten.

 

Nach dem Tod seines Onkels pilgerte der heilige Nikolaus zunächst zu Fuß ins Heilige Land. Nach seiner Rückkehr wählte ihn die Gemeinde von Myra um das Jahr 300 zu ihrem neuen Bischof. Der heilige Nikolaus war ein temperamentvoller Streiter für den christlichen Glauben; vor allem verteidigte er die Kirche gegen die Häresie des Arianismus, der die Göttlichkeit Christi leugnete. Zugleich war der heilige Nikolaus aber auch einen Mensch, der die besondere Fähigkeit besaß, mit Verständnis und diplomatischem Geschick zwischen den streitenden Parteien zu vermitteln.

 

Während eines Aufstandes in Phrygien traf der heilige Nikolaus mit hohen Offizieren aus Konstantinopel zusammen, die die germanischen Soldaten des Kaisers befehligten. Bei ihnen hinterließ die Frömmigkeit und das spirituelle Charisma des Heiligen einen nachhaltigen Eindruck.

 

Noch in heidnischer Zeit hatte der heilige Bischof Nikolaus den großen und prunkvollen Tempel der Artemis in Myra zerstört, da Artemis in den Küstenorten Lykiens als Patronin der Seefahrer von den Heiden verehrt wurde.

 

Während der bald darauf einsetzenden letzten großen Christenverfolgung unter Kaiser Galerius um das Jahr 310 wurde auch der heilige Nikolaus wie viele andere Christen eingekerkert und misshandelt, jedoch nicht getötet. Gezeichnet von den erlittenen Folterungen nahm Bischof Nikolaus am Ersten Ökumenischen Konzil Konzil von Nicäa im Jahr 325 teil. Auf diesem Konzil  wurde die christliche Lehre von der allheiligen Dreieinheit, "Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, eine Gottheit in drei Personen" noch einmal bekräftigt und verkündet. Seine Vita überliefert uns, wie der Heilige dort mit klugen Worten gegen die Irrlehre des Arius aufgetreten ist. Dabei soll der heilige Nikolaus im Eifer des Wortgefechtes sogar den Arius geohrfeigt haben. Das Konzil von Nizäa schloss am Ende den uneinsichtigen Arius aus der Gemeinschaft der Kirche aus. Unter den modernen Kirchenhistorikern wird die Anwesenheit des Bischofs Nikolaus beim Konzil von Nizäa zum Teil angezweifelt, da sein Name auf keiner der in den historischen Quellen überlieferten Bischofslisten des Konzils auftaucht.

 

Aus den historischen Quellen eindeutig belegen lässt sich jedoch, dass der heilige Nikolaus zu den überzeugten Vertretern der nizänischen Orthodoxie gehört hat. So führte er mit seinem Freund Bischof Theognis von Nicäa, der der Auffassung des Arius zuneigte, geduldige Diskussionen, in denen er die christliche Wahrheit erläuterte und darlegte. Am Ende gehört auch Bischof Theognis zu den Unterzeichnern des Glaubensbekenntnisses von Nicäa. „Lassen wir über unserem Zorn die Sonne nicht untergehen", so zitierte später der heilige Andreas von Kreta die versöhnliche Geisteshaltung des heiligen Nikolaus.

 

Auch Drei zu Unrecht zum Tod Verurteilte konnte er retten, indem er im Traum dem Kaiser Konstantin erschien und um deren Befreiung bat. In einer anderen Version seiner Lebensbeschreibung rettete er sie, indem er das Schwert des Henkers abwehrend ergriff.

 

Um ein in Seenot geratenes Schiff mit Pilgern zu retten, die vom Hafen in Ephesus ausgefahren waren, um Öl nach Myra zu bringen, das für die Lampaden in dem, an der Stelle des Diana-Tempels errichteten, Gotteshauses bestimmt war, begab sich der heilige Nikolaus an Bord, stillte den Sturm und brachte das Schiff sicher in den Hafen.

 

Auch berichtet uns seine Vita, dass drei Jungen auf der Suche nach Arbeit einem skrupellosen, brutalen und mörderischen Metzger in die Hände fielen, der sie umbrachte und ihre Leichenteile  in ein Pökelfass steckte. Der Unhold hatte sie bereits zerteilt, als der Bischof davon erfuhr und sie durch sein Gebet wieder zum Leben erweckte.

 

Während einer Hungersnot in der Stadt erbat der heilige Nikolaus von jedem der für Konstantinopel bestimmten Getreideschiffe nur 100 Scheffel Korn. Es verbreitete sich später dabei auch jener Teil der Geschichte, wie der heilige Nikolaus dem Oberbefehlshaber der Kauffahrteischiffs-Flotte im Traum erschien und ihn bat, bei der Abwehr der drohenden Hungersnot in Myra zu helfen. Dem zweifelnden Schiffsherrn gab er dann im Traum ebenfalls drei Goldmünzen als Pfand, welche dieser auch nach seinem Erwachen noch in seiner Hand hielt. Als die Kaufleute und die sie begleitenden kaiserlichen Beamten den Hafen von Myra mit ihren Schiffen erreichten, versicherte ihnen der heilige Nikolaus, dass ihnen durch die Vermittlung seines Gebetes von der Ladung bei der Ablieferung in Konstantinopel nichts fehlen würde. Genau wie es der Heilige vorhergesagt hatte, trat dieses Wunder dann auch wirklich so ein. Mit dem erhaltenen Getreide konnte der heilige Nikolaus seine Gemeinde auf Jahre hinaus ernähren und sogar noch Saatgut an die Bauern des Umlandes austeilen.

 

Der heilige Nikolaus starb am 06. Dezember, höchstwahrscheinlich im Jahre 342 und wurde in seiner Bischofskirche begraben.  Schon bald nach seinem Tod wurde über viele weitere Wunder berichtet. Auch begannen seine heiligen Reliquien heiliges Öl (Myron) zu spenden, das jegliche Krankheit zu heilen vermochte.

 

 

Akathistos zu unserem Vater

unter den Heiligen Nikolaus,

dem Erzbischof von Myra

in Lykien

dem Wundertäter

 

1. Kondakion

 

Du allzeit bereiter Wunderbringer  und Christus überaus Wohlgefälliger!  Dich, der du der ganzen Welt  das überaus kostbare Myron der Güte spendest,  will ich in Liebe loben, heiligender Bischof Nikolaus: Der du freimütig zum Herrn sprichst, befreie mich von aller Not,  damit ich zu dir rufe:

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

1. Ikos

 

Als Ebenbild eines Engels mit irdischer Natur  zeigte dich der Schöpfer der ganzen Welt:  Der Du die gute Frucht bringende Tugend deiner Seele vorhersahst,  seliger Nikolaus, lehre alle dir so zuzurufen:

 

Freude dich, du vom Schoß der Mutter an Reiner;

Freude dich, du ganz bis zum Ende Heiligender.

Freude dich, der du durch Deine Geburt die Eltern erstauntest;

Freude dich, der du die Kraft des Geistes sofort nach der Geburt zeigtest.

Freude dich, du Pflanze der verheißenen Erde;

Freude dich, Blume der göttlichen Pflanzung.

Freude dich, du tugendhafte Rebe des Weinstocks Christi;

Freude dich, du wunderspendender Baum des Paradieses Jesu.

Freude dich, du Lilie, die im Paradies aufsprießt;

Freude dich, du Myron des Wohlgeruches Christi.

Freude dich, denn durch dich wird das Weinen vertrieben;

Freude dich, denn durch dich wird die Freude gebracht.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

2. Kondakion

 

Beim Anblick des Ausströmens deines Myrons, Gottweiser, werden wir an Seele und Körper erleuchtet, indem wir dich als wunderbaren lebenspendenden Myronspender erkennen. Da du nämlich durch die Gnade Gottes Wunder ausströmst wie Wasser, stillst du den Durst derer, die hier gläubig zu Gott rufen: Alleluja.

 

2. Ikos

 

Die unerkennbare Erkenntnis über die Heilige Dreieinheit zu erklären warst du in Nikäa mit den heiligen Vätern als Kämpfer für das Bekenntnis des orthodoxen Glaubens: als wesensgleich dem Vater hast du den Sohn bekannt, als mitewigseiend und mitthronend. Arius aber den Unverständigen hast du überführt. Dadurch lehrtest du die Gläubigen, dir zu singen:

 

Freude dich, du große Säule der Frömmigkeit;

Freude dich, du Zufluchtsstätte der Gläubigen.

Freude dich, du starke Festung der Orthodoxie;

Freude dich, du ehrbares Gefäß und Ruhm der allheiligen Dreieinheit.

Freude dich, der du den Sohn als Eines Wesens mit dem Vater gepredigt hast;

Freude dich, der du den von Dämonen des Besserwissens besessenen Arius vom Konzil der Heiligen vertriebst.

Freude dich, du herrlicher Schmuck der Väter;

Freude dich, du weise Güte der Gottweisen.

Freude dich, der du flammende Worte ausschickst;

Freude dich, der du gut Deine Herde leitest.

Freude dich, denn durch dich wird der Glaube gefestigt;

Freude dich, denn durch dich wird die Häresie niedergeworfen.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

3. Kondakion

 

Durch die Kraft, die dir von oben gegeben wurde, hast du jede Träne vom Angesicht derer, die übel leiden, hinweggenommen, gotttragender Vater Nikolaus: Den Hungernden erschienst du als Nährer, den über die Tiefen des Meeres Ziehenden bist du ein besonderer Lenker, den Schwachen bist du die Heilung, und Allen bist du als ein Helfer erschienen, die zu Gott rufen: Alleluja.

 

3. Ikos

 

Da wir in Wahrheit, Vater Nikolaus, dir ein Lied vom Himmel zu singen haben und nicht von der Erde: wie kann denn ein Mensch die Größe deiner Heiligkeit verkünden? Denn wir, von deiner Liebe besiegt, singen Dir so:

 

Freude dich, du Vorbild der Lämmer und Hirten;

Freude dich, du heilige Läuterung der Sitten.

Freude dich, du Gefäß großer Tugenden;

Freude dich, du reine und ehrbare Wohnstatt der Heiligkeit.

Freude dich, du überheller und allgeliebter Leuchter;

Freude dich, du goldglänzendes und unbeflecktes Licht.

Freude dich, du würdiger Gesprächspartner der Engel;

Freude dich, du guter Ratgeber der Menschen.

Freude dich, du Regel des frommen Glaubens;

Freude dich, du Vorbild der geistigen Sanftmut.

Freude dich, denn durch Dich werden wir von den körperlichen Leidenschaften erlöst;

Freude dich, denn dank Dir werden wir von geistigen Wonnen erfüllt.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

4. Kondakion

 

Ein Sturm des Zweifels verwirrt meine Seele: wie ist es würdig, deine Wunder zu besingen, seliger Nikolaus? Niemand kann sie ausschöpfen, wenn er auch viele Zungen hätte und sprechen wollte. Wir aber wagen, Gott, Der sich wunderbar in dir verherrlichte, zu besingen: Alleluja.

 

4. Ikos

 

Die in der Nähe und die in der Ferne Weilenden, hörten, Gottweiser, von der Größe deiner Wunder, wie du stets bereit warst, den in Nöten Seienden auf leichten Flügeln der Gnade durch die Luft zu Hilfe zu kommen. Schnell erlöst du von diesen alle, die so zu Dir rufen:

 

Freude dich, du Erlösung von Trauer;

Freude dich, du Geschenk der Gnade.

Freude dich, du Vertreiber der unerwarteten Übel;

Freude dich, du Pflanzer der erwünschten Güter.

Freude dich, du schneller Tröster der in Not Seienden;

Freude dich, du schrecklicher Bestrafer der Übeltäter.

Freude dich, du Meer der Wunder, von Gott gefüllt;

Freude dich, du von Gott geschriebene Tafel des Gesetzes Christi.

Freude dich, du starke Aufrichtung der Gefallenen;

Freude dich, du Festigung der recht Stehenden.

Freude dich, denn durch dich wird jeglicher Trug entlarvt;

Freude dich, denn durch dich erfüllt sich jegliche Wahrheit.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

5. Kondakion

 

Als gottweisender Stern bist du erschienen; du führtest die, die auf wildem Meer schwammen und denen der Tod nahe bevorstand, wenn du nicht beigestanden hättest denen, die dich um Hilfe anrufen, o Wunderbringender heiliger Nikolaus: Den sich schon schändlich nahenden Dämonen, die das Schiff versenken wollten gebotest du Einhalt, du vertriebst sie, die Gläubigen aber lehrtest Du, dem durch dich rettenden Gott zuzurufen: Alleluja.

 

5. Ikos

 

Es sahen die Mädchen, die zur unlauteren Hochzeit der Armut wegen sich bereiteten, deine große Barmherzigkeit zu den Armen, allseliger Vater Nikolaus, als du ihrem alten Vater in der Nacht im Verborgenen drei Bündel Gold gabst, ihn selbst mit den drei Töchtern befreitest du aus dem Fall der Sünde; deswegen hörst du von allen:

 

Freude dich, du Schatz des übergroßen Erbarmens;

Freude dich, du Fürsorger und Obhut der Menschen.

Freude dich, du Nahrung und Labsal der zu dir Flüchtenden;

Freude dich, du Brot der Hungernden, das nicht aufgezehrt wird.

Freude dich, du von Gott gegebener Reichtum derer, die auf der Erde leben;

Freude dich, du rasche Erhöhung der Elenden;

Freude dich, du eiliger Erhörer der Armen;

Freude dich, du angenehme Fürsorge der Betrübten.

Freude dich, du untadeliger Bräutigam der drei Jungfrauen;

Freude dich, du treuer Bewahrer der Reinheit.

Freude dich, du Hoffnung der Hoffnungslosen;

Freude dich, du Labung der ganzen Welt.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

6. Kondakion

 

Alle Welt verkündet dich, hochseliger Nikolaus, als schnellen Beschützer in Nöten: denn vielmals kommst du denen, die auf dem Land reisen und auf dem Meer fahren, in einer Stunde zu Hilfe, da du alle vor Bösem bewahrst, die zu Gott rufen: Alleluja.

 

6. Ikos

 

Aufgestrahlt bist du als lebendiges Licht, indem du den Heerführern Befreiung brachtest, die einen ungerechten Tod empfangen sollten. Dich, guter Hirte Nikolaus, riefen sie an; als du bald dem König im Traum erschienst, erschrecktest du ihn, jene aber befahlst du unbeschadet zu entlassen. Deshalb rufen auch wir mit ihnen dankbar dir zu:

 

Freude dich, der du denen, die dich fleißig anrufen, hilfst;

Freude dich, der du aus ungerechter Ermordung befreist.

Freude dich, der du vor schmeichelhafter Verleumdung bewahrst;

Freude dich, der du die unrechten Pläne zunichte machst.

Freude dich, der du die Lüge wie ein Spinnennetz zerreißt;

Freude dich, der du glorreich die Wahrheit erhebst.

Freude dich, du Lösung der Unschuldigen von den Fesseln:

Freude dich, du bist auch der Toten Erweckung.

Freude dich, du Offenbarer des Rechts;

Freude dich, der du das Dunkel des Unrechts zeigst.

Freude dich, denn durch dich wurden die Unschuldigen vom Schwert erlöst;

Freude dich, denn durch dich erfreuen sie sich des Lichtes.

 

Freude über dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

7. Kondakion

 

Indem du es unternahmst den üblen Geruch der Gotteslästerung und Häresie zu vertreiben, wurdest du als ein in Wahrheit wohlduftendes geheimnisvolles Myron erwiesen, Nikolaus: Indem du die Menschen von Myra weidetest, erfülltest du die ganze Welt mit deinem gnadenhaften Myron, und von uns vertreibe also den gottverhaßten und sündhaften üblen Geruch, auf daß wir Gott wohlgefällig zurufen:Alleluja.

 

7. Ikos

 

Als neuen Noah, den Steuerer der rettenden Arche, erkennen wir dich, heiligender Vater Nikolaus: du vertreibst den Sturm aller Übel durch deine Lenkung, die göttliche Stille aber bringst du denen, die so rufen:

 

Freude dich, du stiller Hafen der Umstürmten;

Freude dich, du fester Halt der Ertrinkenden.

Freude dich, du guter Steuermann der inmitten von Strudeln Segelnden;

Freude dich, der du den Aufwallungen des Meeres Einhalt gebietest.

Freude dich, der du die in Strudeln Befindlichen sicher herausgeleitest;

Freude dich, du Erwärmung der in Kälte Weilenden.

Freude dich, du Lichtstrahl, der das Dunkel der Trübsal vertreibt;

Freude dich, du Leuchter, der alle Enden der Erde erhellt.

Freude dich, der du die Menschen aus dem Abgrund der Sünde, befreist;

Freude dich, der du den Satan in den Abgrund des Hölle wirfst.

Freude dich, denn durch dich rufen wir kühn den Abgrund der Barmherzigkeit Gottes an

Freude dich, du, denn durch Dich finden wir — von der Sintflut des Zornes erlöst —  den Frieden mit Gott.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

8. Kondakion

 

Ein seltsames Wunder erscheint denen, die zu dir eilen, seliger Nikolaus, deine heilige Kirche: in ihr empfangen wir, die wir doch nur ein kleines Gebet  darbringen, die Heilung großer Gebrechen, wenn wir nur nach Gott unsere Hoffnung auf dich setzen und gläubig rufen: Alleluja.

 

8. Ikos

 

Ganz bist du allen in Wahrheit ein Helfer, Gottesträger Nikolaus, und du hast alle zusammengeführt, die sich zu dir flüchten, als einem Befreier, Ernährer und schnellem Arzt für alle Irdischen, da du alle bewegst, als Lobpreis so zu dir zu singen:

 

Freude dich, du Quelle jeglicher Heilungen;

Freude dich, du der schwer Leidenden Helfer.

Freude dich, du Glanz, der den in Sündennacht Irrenden erstrahlt;

Freude dich, du vom Himmel tropfender Tau für die in der Hitze der Mühen Befindlichen.

Freude dich, der du den Verlangenden alles zu ihrem Wohl einrichtest;

Freude dich, der du den Bittenden Überfluß bereitest.

Freude dich, der du vielmaliger Bitte zuvorkommst;

Freude dich, der du dem grauen Haar des Alters die Kraft erneuerst.

Freude dich, der du viele vom wahren Weg Abgeirrte überführst;

Freude dich, du treuer Diener der Geheimnisse Gottes.

Freude dich, denn durch dich treten wir den Neid nieder;

Freude dich, denn durch dich richten wir unseren Lebenswandel auf das Gute aus.

  

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

9. Kondakion

 

Dämpfe jegliche Krankheit, o unser großer Fürsprecher Nikolaus, indem du gnadenhafte Heilungen verströmst und so unsere Seelen erquickst und die Herzen aller erfreust, die sich herzlich zu deiner Hilfe flüchten und Gott singen: Alleluja.

 

9. Ikos

 

Die ehrlosen, aberwitzigen Redner sehen wir von dir beschämt, gottweiser Vater Nikolaus: Arius nämlich den Lästerer, der die Gottheit zerteilte, und Sabellius, der die heilige Dreieinheit verlachte, hast Du zertreten, uns aber in der Orthodoxie gefestigt. Deshalb rufen wir zu Dir:

 

Freude dich, du Schild schützend die Frömmigkeit;

Freude dich, du den Frevel schneidendes Schwert.

Freude dich, du Lehrer der göttlichen Weisungen;

Freude dich, du Vernichter gottwidriger Lehren.

Freude dich, du von Gott gefestigte Leiter,durch die wir zum Himmel aufsteigen;

Freude dich, du von Gott begründeter Schirm, durch den viele bedeckt werden.

Freude dich, der du die Unweisen durch Deine Worte weise machst;

Freude dich, der du die Trägen durch Dein Vorbild antreibst.

Freude dich, du unauslöschliche Leuchte der Gebote Gottes;

Freude dich, du überhelles Licht der Satzungen des Herrn.

Freude dich, denn durch Deine Lehre werden die Häupter der Häresie zerschmettert;

Freude dich, denn durch Dich werden die Gläubigen der Herrlichkeit gewürdigt.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

10. Kondakion

 

Da du die Seele retten wolltest, unterwarfst du, o unser Vater Nikolaus, in Wahrheit dein Fleisch dem Geist: durch Schweigen nämlich zuerst und durch Anstrengungen in den Gedanken vermehrtest du die Tätigkeit des Gottdenkens: Durch Gottdenken nämlich erwarbst du den vollkommenen Verstand, durch diesen führtest du kühn Gespräche mit Gott und den Engeln — immer rufend: Alleluja.

 

10. Ikos

 

Eine Mauer bist du, Allseliger, denen, die deine Wunder preisen und allen, die sich zu deinem Schutz flüchten, deswegen befreie auch uns an Tugenden Arme vor Elend, Nachstellung, Krankheiten und verschiedensten Nöten, die wir mit Liebe Dir singen:

 

Freude dich, der du vor der ewigen Armut bewahrst;

Freude dich, der du unvergänglichen Reichtum gibst.

Freude dich, du nicht verderbende Speise für die nach Gerechtigkeit Hungernden; Freude dich, du unerschöpfliches Getränk der nach Leben Dürstenden.

Freude dich, der du vor Aufruhr und Krieg behütest;

Freude dich, der du von Fesseln und Gefangenschaft befreist.

Freude dich, du überherrlicher Beschützer in Nöten;

Freude dich, Du übergroßer Schützer in Angriffen.

Freude dich, der du viele vom Verderben rettest;

Freude dich, der du Unzählige vor Schaden bewahrst.

Freude dich, denn durch dich entgehen die Sünder einem schlimmen Tod;

Freude dich, denn durch dich erhalten die Bereuenden das ewige Leben.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

11. Kondakion

 

Du brachtest der Allheiligen Dreieinheit mehr als andere Gesang dar, allseliger Nikolaus, in Gedanken, Wort und Tat: durch viele Erforschung nämlich erklärtest du die rechtgläubigen Gebote, indem du uns in Glaube, Hoffnung und Liebe unterweist, dem in der Dreieinheit Einen Gott zuzusingen: Alleluja.

 

11. Ikos

 

Als lichtstrahlenden, unauslöschlichen Leuchter für die in der Finsternis des Lebens Weilenden sehen wir dich, von Gott auserwählter Vater Nikolaus: mit den unstofflichen Engeln des Lichts unterhältst du dich nämlich über das ungeschaffene Licht der Allerheiligsten Dreieinheit, die Seelen der Gläubigen aber erhellst Du — die so rufen:

 

Freude dich, du Strahl des dreisonnigen Lichts;

Freude dich, du Aufgang der nicht untergehenden Sonne.

Freude dich, du mit göttlicher Flamme entzündete Kerze;

Freude dich, denn du löschtest die dämonische Flamme der Gottlosigkeit.

Freude dich, du lichte Verkündigung der Rechtgläubigkeit;

Freude dich, du schönglänzendes Licht des evangelischen Strahlens.

Freude dich, du Blitz, der die Häresie verbrennt;

Freude dich, du Donner, der die Ärgernis Gebenden erschreckt.

Freude dich, du Lehrer der wahren Vernunft;

Freude dich, du Erklärer des geheimnisvollen Verstandes.

Freude dich, denn durch dich wurde die Anbetung der Schöpfung zertreten;

Freude dich, denn durch dich lernten wir, den Schöpfer in der Dreieinheit anzubeten.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

12. Kondakion

 

Da wir der dir von Gott gegebenen Gnade eingedenk sind, feiern wir freudig dein Gedächtnis wie es sein soll, o allherrlicher Vater Nikolaus, und zu deiner mächtigen Fürsprache eilen wir aus ganzer Seele. Da wir aber deine überherrlichen Taten — gleich dem Meeressand und der Sternenvielzahl —  nicht zählen können und in Unwissenheit befangen sind, rufen wir zu Gott: Alleluja.

 

12. Ikos

 

Deine Wunder besingend, preisen wir dich, o allgepriesener Nikolaus. In Dir nämlich wird Der in der Dreieinheit verherrlichte Gott wunderbar verherrlicht. Doch wenn wir dir, o heiliger Wundertäter, auch eine Übermenge an aus der Seele gedichteter Psalmen und Gesängen darbrächten, wir täten nichts, was gleichkäme der Gabe Deiner Wunder; über sie staunend rufen wir so zu dir:

 

Freude dich, du Diener des Königs der Könige und des Herrn der Herrschenden;

Freude dich, du Mitbewohner Seiner himmlischen Diener.

Freude dich, du Hilfe des gläubigen Volkes;

Freude dich, du Erhöhung des Christengeschlechts.

Freude dich, du Namensträger des Sieges;

Freude dich, du ausgezeichneter Kranzträger.

Freude dich, du Spiegel aller Tugenden;

Freude dich, du festes Visier aller zu Dir Flüchtenden.

Freude dich, du — nach Gott und der Gottesgebärerin — unsere ganze Hoffnung;

Freude dich, du unserer Körper Gesundheit und der Seelen Rettung.

Freude dich, denn durch dich werden wir vom ewigen Tode befreit;

Freude dich, denn durch dich werden wir des nicht endenden Lebens gewürdigt.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

 

13. Kondakion

 

O allheiliger und wunderbarer Vater Nikolaus, du Trost aller Betrübten, nimm unsere gegenwärtige Darbringung an und erbitte vom Herrn durch deine gottgenehme Vermittlung, uns von der Hölle zu erlösen, daß wir mit dir singen:Alleluja.

 

Dieser Kondakion wird dreimal gesprochen.

 

1. Ikos

 

Als Ebenbild eines Engels mit irdischer Natur zeigte dich der Schöpfer der ganzen Welt: Der du die gute Frucht bringende Tugend deiner Seele vorhersahst, seliger Nikolaus, lehre alle dir so zuzurufen:

 

Freude dich, du vom Schoß der Mutter an Reiner;

Freude dich, du ganz bis zum Ende Heiliger.

Freude dich, der du durch Deine Geburt die Eltern erstauntest;

Freude dich, der du die Kraft des Geistes sofort nach der Geburt zeigtest.

Freude dich, du Pflanze der verheißenen Erde;

Freude dich, Blume der göttlichen Pflanzung.

Freude dich, du tugendhafte Rebe des Weinstocks Christi;

Freude dich, du wunderspendender Baum des Paradieses Jesu.

Freude dich, du Lilie, die im Paradies aufsproßt;

Freude dich, du Myron des Wohlgeruches Christi.

Freude dich, denn durch dich wird das Weinen vertrieben;

Freude dich, denn durch dich wird die Freude gebracht.

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

1. Kondakion

 

Du allzeit bereiter Wunderbringer und Christus überaus Wohlgefälliger! Dich, der du der ganzen Welt das überaus kostbare Myron der Güte spendest, will ich in Liebe loben, heiligender Bischof Nikolaus: Der du freimütig zum Herrn sprichst, befreie mich von aller Not, damit ich zu Dir rufe:

 

Freude dich, Nikolaus, du großer Wundertäter.

 

Gebet zum heiligen Nikolaus

 

O allgütiger Vater Nikolaus, du Hirte und Lehrer aller, die in Glauben zu deinem Schutz flüchten und dich in heißem Gebet anrufen, eile schnell herbei und erlöse die Herde Christi von den Wölfen, die sie verderben; und jedes christliches Land beschütze und bewahre durch deine Gebete vor weltlichem Aufruhr, Erdbeben, Einfall fremder Völker und Bürgerkrieg, vor Hunger, Überschwemmung, Feuer, Schwert und plötzlichem Tod; und wie du den drei Männern, die im Gefängnis saßen, Erbarmen zeigtest und sie von dem Zorn des Königs und der Schärfe des Schwertes erlöstest, so erbarme dich auch meiner, der ich durch Wort und Tat im Dunkel der Sünde bin, und erlöse mich vom Zorn Gottes und der ewigen Strafe; auf daß Christus Gott durch deine Vermittlung und Hilfe und durch Seine Barmherzigkeit und Gnade mir gewähren möge, ein ruhiges und sündenloses Leben in diesem Zeitalter zu verleben, und mich erlöse vom Stehen zur Linken, mich des Rechtsstehens mit allen Heiligen aber würdige. Amen.

 

 

Der heilige Gromärtyrer Sebastian von Rom

 

18. Dezember

 

Thomas Zmija v. Gojan

 

Nach dem Zeugnis des heiligen Ambrosius wurde der heilige Großmärtyrer Sebastian in Mailand geboren. Nach einer anderen Überlieferung kam er aus Narbonne, dem antiken Narbo Marcius am Fluß Atax, der Hauptstadt der gleichnamigen römischen Provinz, so überliefert es uns eine mittelalterliche Inschrift aus dem Umfeld des Sebastiangrabes in der Kirche San Sebastiano fuori le mura in Rom. Seine Familie stammte aus Mailand, wo der junge Sebastian dann auch erzogen wurde. Der heilige Sebastian war von Jugend auf Christ und diente als junger Mann im römischen Heer. Im Jahre 284 wurde er zu der Zeit, als der heilige Märtyrer Gaius Bischof von Rom war, Hauptmann der Prätorianergarde am Hof des heidnischen Kaisers Diokletian. Er verheimlichte am Hof seinen christlichen Glauben, aber seine Stellung erlaubte es ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und zugleich auch immer wieder weitere Römer zu bekehren. Dem heiligen Sebastian war von Gott die Gabe der Wunder geschenkt worden. Durch sein christliches Beispiel bekehrte er auch viele Angehörige des römischen Adels zum christlichen Glauben und sorgte ebenfalls für die würdige Bestattung der heiligen Märtyrer.

 

Das Martyrium des heiligen Sebastian - die numidischen Bogenschützen des Kaisers martern ihn mit Pfeilen.
Das Martyrium des heiligen Sebastian - die numidischen Bogenschützen des Kaisers martern ihn mit Pfeilen.

 

Als der heidnische Kaiser schließlich doch vom christlichen Glauben des heiligen Sebastians erfuhr, ließ er ihn an einen Baum binden und von seinen numidischen Bogenschützen mit Pfeilen beschießen. Danach wurde der heilige Sebastian für tot gehalten und am Hinrichtungsort liegen gelassen. Aber er war von den Pfeilen nicht getötet worden. Die Witwe des heiligen Märtyrers Castulus, die heilige Irene nahm sich der Verwundeten an und pflegte seine Verletzungen. Als er sich wieder erholt hatte, trat der heilige Sebastian öffentlich vor den erstaunten Kaiser. In freier Rede tadelte ihn der Heilige für die grausame Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen und wies ihn auf Gottes errettende Hand hin, die sein Leben bewahrt hatte. Von Zorn über den Glaubenseifer und Bekennermut des heiligen Sebastian erfüllt, ließ ihn daraufhin Diokletian im Hippodrom des Palastes Domus Augustana auf dem Palatin zu Tode peitschen und die Leiche in die cloaca maxima, den größter Abwasserkanal Roms, werfen. Der heilige Sebastian erschien daraufhin der jungen Christin Lucina im Traum und wies ihr den Ort, wo seine heiligen Reliquien zu finden waren. Auch Lucina entstammte einer vornehmen römischen Familie. Sie ließ den kostbaren Leib des heiligen Märyrers bergen und bestattete ihn in der Grabanlage ihrer Familie an der Via Appia. In der Folgezeit entstanden hier dann die Katakomben des Heiligen Sebastian. Das Martyrium des heiligen Großmärtyrers Sebastian ereignete sich um das Jahr 288.

 

 

Die Säule, an welcher der heilige Märtyrer auf der kaiserlichen Rennbann sein Leben für Christus hingab, befindet sich heute bei der römischen Kirche San Petro ad vincula (Sankt Peter zu den Ketten). Das heilige Martyrium des Sebastian in Rom wurde erstmals im Jahre 354 bezeugt. Am Ort seines Grabes im Coemeterium ad Catacumbas an der Via Appia, wo während der dikletianischen Verfolgungen auch eine Zeit lang die heiligen Reliquien der Apostelfürsten Petrus und Paulus aufbewahrt wurden, wurde bereits im 04. Jahrhundert, als mit der Herrschaft des heiligen Apostelgleichen Kaisers Konstantin die Kirche Ruhe gefunden hatte, eine Apostelkirche errichtet. Sie gehört zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms. Anfang des 05. Jahrhunderts wurde das Grab zur heutigen Confessio, einer der Verehrung zugänglichen Reliquienkammer unter dem Altar umgebaut, damit die vielen Pilger besseren Zugang zu den heiligen Reliquien bekamen. Im 09. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Apostelkirche dann in „San Sebastiano fuori le mura“ (Sankt Sebastian vor den Mauern) oder auch „San Sebastiano ad Catacumbas“ (Sankt Sebastian bei den Katakomben) umbenannt.

 

Der heilige Apostel Jakobus und der heilige Großmärtyrer Sebastian.
Der heilige Apostel Jakobus und der heilige Großmärtyrer Sebastian.

 

Die ursprünglichen Märtyrerakten dieses in der ganzen Welt hoch verehrten römischen Martyrers sind verloren gegangen. Die heute vorhandene Vita des heiligen Märtyrers Sebastians stammt erst aus dem 04. Jahrhundert. Sie wird dem heiligen Ambrosius von Mailand zugeschrieben.

 

Seine Verehrung ist seit der Mitte des 05. Jahrhunderts urkundlich gut bezeugt. So ist seine Ikone auf Mosaiken in Ravenna aus dem 06. Jahrhundert zu finden. Eine schwere Pestepidemie, die die langobardische Residenzstadt Pavia im Jahr 680 heimsuchte, erlosch durch die wunderwirkende Fürsprache des heiligen Großmärtyrers Sebastian, nachdem man seine heiligen Reliquien hierher gebracht und durch die Straßen getragen hatte.

 

Der heilige Großmärtyrer Sebastian wird deshalb als starker Helfer und Fürsprecher bei Gott gegen die Pestkrankheit und pestartige Erkrankungen verehrt. Die Pestepedemien in Rom in Jahre 680, In Mailand im Jahre 1575 und in Lissabon im Jahre 1599 fanden auf seine Fürbitte bei Gott hin ein plötzliches Ende. Heute, wo weltweit – vor allem in Afrika und Osteuropa - viele Menschen an Aids erkranken, wird er auch als Fürbitter bei dieser bisher unheilbaren Krankheit angerufen.

 

Im Jahre 826 wurden einige seiner Reliquien nach Saint Médard in Soissons - dem traditionellen Sitz der französischen Könige - gebracht. Der römische Bischof Leo IV. ließ später einige seiner Reliquien in die Kirche der SS. Quattro Coronati bringen. Ein weiteres Reliquiar ist heute in der vatikanischen Bibliothek zu finden. Weitere Reliquien finden sich auch in Hagenau im Elsass, in Ebersberg in Bayern sowie an anderen Orten Italiens und Europas. In Ebersberg wird ein Teil seines kostbaren Hauptes aufbewahrt. Der Ort ist durch viele, auf seine Fürbitte hin geschehene, Wunder verherrlicht. Eine Hand des Heiligen kam später nach Brüssel. Im Jahre 1464 erhielt Bebenhausen in Württemberg von Papst Pius II. einen als Sebastians- Pfeil verehrt Pfeil, der heute in der Sankt Martinskirche in Hirlingen bei Tübingen aufbewahrt wird. (Im Mittelalter trug man den Sebastianspfeil als Schutzreliquie gegen die Pest - die anfliegende Krankheit - bei Bittprozessionen mit).

 

Bei den Katholiken wird sein Fest am 20. Januar, bei uns Orthodoxen jedoch am 18. Dezember gefeiert.